Zähne und Gebisse

Bereits vor einigen Monaten habe ich auf meinem alten Blog einen Artikel über Westerngebisse und über gebisslose Zäumungen verfasst. Ich möchte hier noch einmal betonen, dass ich kein Pferdezahnarzt oder ähnlicher Spezialist bin. Mir war es einfach wichtig so gut ich kann über mein aktuelles Wissen zu berichten. Die Details in den Artikeln waren sicherlich grundsätzlich richtig, aber ich habe mit für den Moment dazu entschlossen beide aus dem Blog zu entfernen. Ich werde sehen, ob ich eine überarbeitete Version zu einem späteren Zeitpunkt wieder online stellen werde. Dieses Thema ist einfach sehr komplex, was mir im Seminar mit Leith Ryan noch bewusster geworden ist.

 

Ich finde folgende Aussage wichtig: Womit das Pferd sich wohl und zufrieden fühlt, kann nicht falsch sein! Aber man muss dem Pferd dabei auch wirklich gut zuhören. Nicht jedes Pferd wehrt sich extrem gegen ein Gebiss oder eine Zäumung. Es zeigt sein Unwohlsein vielleicht auf viel unscheinbare Weise. Aber auch das sollte der Reiter nicht ignorieren.

Was man definitiv sagen kann ist, dass das Pferd einige Jahre mit dem Zahnwechsel zu tun hat. Erst mit ca. 5 Jahren hat das Pferd Zahnwechsel und Wachstum soweit abgeschlossen. Bis dahin kann es immer wieder Schmerzen haben und sich gegen die Handhabung des Menschen wehren. Es ist vergleichbar mit dem Zahnen von Babys und ich denke wir alle wissen wie es den Kindern dabei geht. Wenn z.B. ein 4jähriges Pferd den einen Tag sehr kooperativ ist und am anderen Tag die Arbeit komplett verweigert, können Zahnprobleme ein Thema sein.

 

Doch am Anfang jedes Reitens und der Wahl einer Trense oder gebisslosen Zäumung steht die Zahnkontrolle. Probleme mit den Zähnen können dazu führen, dass das Pferd Schmerzen im Maul hat und sogar Lahmheiten und Rückenprobleme zeigt. Es gibt viele mögliche Symptome von unausgeglichenen Zahnreihen und in jeden Fall beeinträchtigt es das Pferd und macht uns Probleme im handling. Eine regelmässige Zahnkontrolle ist für jeden Pferd von Bedeutung.

 

Woran erkenne ich einen guten Pferdezahnarzt:

  • Im Normalfall keine Sedierung des Pferdes (aber auch ohne Zwang)
  • kein hochbinden des Pferdekopfes
  • kein herausziehen der Pferdezunge (WICHTIG)

Der letzte Punkt ist sehr bedeutend. Lassen Sie NIEMANDEN die Zunge des Pferde nach vorne oder zur Seite herausziehen. Dies kann zu unheilbaren Schäden führen (Lahmheit, dauerhaft fehlende Balance, Schluckprobleme etc.).

Ein Zahnseminar oder gar eine Zahnbehandlung mit Leith Ryan kann ich persönlich nur empfehlen.

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