Verladetraining

Ein Pferd in einen Hänger zu verladen kann eine grosse Herausforderung darstellen. Ich selber habe dies kürzlich bei meinem Pferd erlebt. Nachdem er einige Male bereits verladen wurde ging auf einmal gar nichts mehr. Der Hinweg zum Kurs ging noch einigermassen gut. Der Heimweg schien dann eine Unmöglichkeit zu werden. Ob seine beste Freundin bereits im Hänger stand oder nicht, ob mit Futter oder den Hänger an der Seite begrenzt (dies sind nur ein Paar der Methoden, die wir probiert haben), nichts wollte helfen. Zwar bekamen wir ihn dann ohne Druck nach mehreren Stunden wie durch ein Wunder in den Hänger und somit nach Hause, aber im nachfolgenden Training zeigten sich wieder grosse Probleme.

 

Maximal die Vorderhufe kamen auf die Rampe und spätestens dann legte sich wie ein Schalter im Kopf um und es ging nicht mehr wirklich weiter. Sein Verhalten kann auch als apathisch beschrieben werden, was mit Sturheit nicht verglichen/verwechselt werden darf. Da ich so nicht weiter kam mussten wir also ganz am Anfang beginnen. Führtraining, spezielle Bodenarbeit und weiter viel Vertrauen aufbauen. Dann ging es weiter mit den Training am Hänger. Durch die geleistete Vorarbeit dauerte es nicht mehr zu lange und er ging ganz in den Hänger.

 

Heute, wenige Wochen später, steigt er an jedem Ort ohne Probleme ein und auch andere Aufgaben meistern wir dank der vertrauensfördernden Arbeit bereits richtig gut. Für die kurze Zeit, die ich mit ihm arbeite (ca. 7 Monate) hat er riesen Fortschritte gemacht und für mich ist das wieder ein Zeichen mehr dafür, was man mit Ruhe, Konsequenz, Vertrauen und Liebe alles erreichen kann.

 

Das Verladen von Pferden sollte in Ruhe und immer mit genügend Vorlauf vor einem Turnier oder Arztbesuch geübt werden. Denn wenn der Termin erst einmal da ist, kann es für Pferd und Reiter schnell stressig werden und im schlimmsten Fall wird ein Transport unmöglich. Bitte bedenken Sie, dass Verladetraining wie alles andere auch Zeit braucht. Bei einem Pferd geht es schneller, ein anderes Pferd braucht dafür länger. Am Ende entscheidet das Pferd über die Dauer, denn wir können es nicht zwingen. Aber wir können ihm durch gezielte Hilfen den Weg in den Hänger erleichtern.

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