Ausrüstung fürs Pferd

Auf dem Markt gibt es eine unglaublich Anzahl von Ausrüstungsgegenständen für Pferde. Wie soll man sich da nur zurecht finden? Hier ein paar Hinweise zu passender Ausrüstung.

 

Bodenarbeit: Stallhalfter oder Knotenhalfter, normaler Führstrick oder Bodenarbeitsseil, Gerte

 

Kappzaum für das Longieren: Der Kappzaum sollte weich gepolstert sein und darf auf der Nase nicht seitlich rutschen, da sonst keine feine und präzise Signalgebung möglich ist. Dabei sollte er aber nicht so stark verschnall werden, dass es den Kiefer des Pferdes blockiert. Ich persönlich nutze den Kappzaum "Profi" von Loesdau und bin davon sehr überzeugt.

 

Sattel: Der Sattel braucht aber auf jeden Fall Schulter-, Widerrist- und Wirbelsäulenfreiheit und darf nicht zu lang sein. Die Kissen müssen weich und gleichmässig gefüllt sein. Dabei muss auch der Schwerpunkt stimmen und er darf nicht rutschen. Der Sattel sollte darauf abgestimmt werden, was der Reiter mit dem Pferd plant (Dressur, Wanderreiten etc.). Das Pferd muss sich mit dem Sattel wohl fühlen und ich rate daher verschiedene Modelle zu probieren. Dabei ist aber auch wichtig, dass der Sattel dem Reiter passt. Denn nur wenn dies gegeben ist kann dieser entsprechend auf das Pferd einwirken und einen losgelassenen Sitz erhalten. Ich bin kein Sattler und dieser sollte bei der konkreten Sattelanpassung konsultiert werden.

 

Zaumzeug: Beim Zaumzeug selber ist mir wichtig, dass bei der Nutzung von Nasenband und Sperrriemen diese nicht eng verschnallt werden. Hier gilt die Zwei-Finger-Regel: zwei Finger müssen aufeinander zwischen Nasenrücken und Riemen Platz finden. Ich bin der Meinung, dass es einen Sperrriemen nicht braucht und auch in den meisten Fällen kein Nasenband.

 

Trense: Nicht zu lang oder kurz, nicht zu dünn oder dick (je nach Platz im Maul). Das sind die allgemeinen Grundregeln. Auch hier muss sich das Pferd damit wohl fühlen und es muss auf den Ausbildungsstand von Pferd und Reiter angepasst sein. Gebisslose Zäumungen eignen sich besonders für Pferd im Zahnwechsel oder wenn das Pferd das Gebiss nur schlecht akzeptiert. Durch eine gebisslose Zäumung lässt sich der Reitersitz sehr gut überprüfen. Achtung: Gebisslos bedeutet nicht unbedingt ohne Druck/Schmerz.. Es gibt auch hier Zäumungen mit und ohne Hebelwirkung.

 

Halsring: Ein Halsring zum Reiten sollte eine entsprechende Steife besitzen. Es gibt Modelle aus Lassoseil und Baumwolle, die sich sehr gut eignen. Er sollte nur auf umzäunten Reitplätzen verwendet werden. Bei sehr weichen, flexiblen Modellen handelt es sich eher um Balancezügel, welche eine andere Wirkung haben und für andere Zwecke eingesetzt werden.

 

Gerne berate ich Sie bei Fragen zum Thema Ausrüstung, schaue mir mit Ihnen zusammen Ihre bereits vorhandene Ausrüstung an und verweise ansonsten auf qualifizierte Spezialisten im jeweiligen Fachgebiet. In vielen Fällen muss der Reiter einfach verschiedenes ausprobieren um die optimale Lösung für sich und das Pferd zu finden.

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