Dem Pferd etwas beibringen- aber wie?

Beim letzten Mal habe ich angekündigt etwas zum Thema "Mit dem Pferd etwas üben, aber wie?" zu schreiben. Ich denke die Bezeichnung "Dem Pferd etwas beibringen" trifft es besser. Hier sind ein paar Gedanken dazu:

 

  1. Überlegen was ich dem Pferd beibringen möchte.
  2. Überlegen wie das ganze genau aussehen soll (einzelne Phasen der Übung).
  3. Die Übung in so viele kleine Schritte wie möglich unterteilen.
  4. Bereits die kleinsten Erfolge Loben (z.B. kleine Gewichtsverlagerungen).
  5. Wenn etwas nicht funktioniert wieder einen Schritt zurück gehen und/oder überlegen wie man es dem Pferd noch anders zeigen kann.
  6. Das Pferd positiv belohnen (Stimme, Futter und/oder Berührung).
  7. Nicht zu viel auf einmal wollen! Wenn das Pferd einen ersten Teilschritt gut gemacht hat aufhören und ein anderes Mal weitermachen. Wer zu schnell zu viel möchte riskiert, dass das Pferd Fehler macht und frustriert wird.
  8. Nicht jeden Tag an der Aufgabe üben. Ein paar Tage Pause helfen vielen Pferden das erlernte besser zu festigen. Ausserdem steigert Abwechslung die Motivation.

 

Noch ein Hinweis zum Thema Lob. Dem Pferd während des Training eine Pause zu geben (stehen lassen) kann eine Form des Lobs sein. Jedoch ersetzt dies nicht die positive Verstärkung von z.B. einen Stimmlob. Wird nur durch Pausen "gelobt" lernt das Pferd nur bedingt, dass es etwas richtig gemacht hat. Dies funktioniert dann nur in Kombination mit Druck (mental/körperlich), was fürs Pferd nicht motivierend ist. Pausen daher immer  mit einer positiven Verstärkung einleiten.

 

  • Ein Tipp für eine praktische Übung für euren Reitalltag: Dem Pferd beibringen auf ein Gertensignal hin mit der Hinterhand seitlich auf euch zu treten. Dies hilft z.B. beim Aufsteigen von einer Erhöhung aus, wenn das Pferd gerne die Hinterhand weg bewegt  und ein Aufsteigen damit unmöglich macht,  und es ist auch eine perfekte Vorübung für das Travers an der Hand. Man kann es aber auch über ein Taget trainieren. Hierbei lernt das Pferd einen Gegenstand (Hand, Gerte etc.) mit der Hinterhand oder anderem Körperteil zu berühren. Dies ist die gegensätzliche Methode zum Weichen vor Druck.

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