Hängertraining im Horsemanship

Jedes Pferd muss erst lernen, dass es keine Angst haben braucht in einen Hänger zu gehen. Ein entsprechendes und langsam aufgebautes Training ist daher besonders wichtig.

 

Kürzlich habe ich wieder eine Bericht in einer Schweizer Pferdezeitschrift gelesen, in dem das Pferd durch, wie ich es definiere, "dominantes Training" an den Hänger gewöhnt werden sollte. Die Grundidee der vor allem in Horsemanship praktizierten Methode ist, dass es dem Pferd ausserhalb des Hängers durch Arbeit unangenehm gemacht wird. Dabei wird meist das Longieren am Halfter genutzt und es soll des Pferd mindestens leicht unangenehm gemacht werden. Erst am bzw. im Hänger darf es dann entspannen. Dadurch soll es den Hänger als etwas positives kennenlernen.

 

Ich finde diese Art der Trainings nicht optimal, auch wenn es sicher eine recht schnelle Methode sein kann. Aber wenn ich mich um eine solide Beziehung zu meinem Pferd bemühe macht es für mich, und wohl auch für das Pferd, keinen Sinn ihm Unwohlsein zuzufügen, damit es danach an einem von mir gewählten Ort endlich seine Ruhe hat. Hier muss eben auch beachtet werden, dass eine Pause in diesem Fall kein positives Lob ist. Das Pferd ist dann einfach nur froh endlich seine Ruhe zu haben, selbst wenn es im eigentlich furchteinflössenden Hänger steht. Am Ende lernt es zwar indirekt auch, dass ihm dort nichts passiert. Aber der Weg dahin ist wenig motivierend.

 

Es gibt definitiv Wege ein Hängertraining ohne "Strafe und Pause" aufzubauen. Dieser Weg mit positiver Verstärkung braucht eventuell länger, aber für mich ist es der richtige Weg. Und dabei wird gleichzeitig auch an der Bindung mit und der Kommunikation zum Pferd gearbeitet. Ich bin der Überzeugung, dass dies für Pferd und Mensch viel mehr Sinn macht.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Individuelles Freizeitreiten und Pferdetherapie

Kristina Gau Hiltbrunner

3035 Frieswil / BE

kristina@individuelles-freizeitreiten.ch

076 472 03 82



Kostenloser Newsletter