Vortrag: Das Ausdrucksverhalten des Pferdes

In meinem letzten Artikel (Die ruhigen kleinen Momente) habe ich bereits erwähnt einen Bericht über meine Teilnahme am Abendvortrag mit Marlitt Wendt zum Thema "Ausdrucksverhalten des Pferdes" zu schreiben. Ein solcher Kurs und die Infos dahinter sollten meiner Meinung nach ein absolutes Muss für jeden Pferdefreund sein.

 

Stress und Schmerz erkennen
Um zu erfahren, ob es unserem Pferd mental und körperlich gut geht müssen wir es beobachten. Und das ganz genau. An der Mimik und Gestik können wir viele Zustände erkennen lerne. Um die Mimik einschätzen zu lernen kann es helfen, den Kopf in Rastern anzuschauen. Je kleiner man diese Raster mit der Zeit machen kann und je besser mal sich mit der Anatomie des Pferdes auskennt, desto detailierte kann man die Zustände beurteilen. Eine erstes grobes Raster wäre zum Bespiel: Maul, Nüstern, Augen und Ohren. Hinzu kommen können Details wie der Muskeltonus und die Schweifhaltung.

Stresstypen unterscheiden
Stress gehört zum Leben dazu. Dauerhafter Stress kann aber krank machen.
Ist dein Pferd extrovertiert oder introvertiert? Das ist die bedeutende Frage um Stress erkennen zu lernen. Der extrovertierte Stresstyp zeigt diesen bereits unmittelbar. Dies kann sich z.B. in nervösem auf der Stelle treten zeigen. Der introvertierter Stresstyp lässt sich lange Zeit nichts anmerken. Doch dann, scheinbar ohne Ankündigung, kommt es zur Explosion. Ich erkläre mir das immer gerne so: ein Fass füllt sich mit Stress an und dann ist es irgendwann voll und läuft über. Erst wenn es überläuft haben wir beim intorvertierten Stresstyp eine ganz offensichtliches Reaktion des Pferdes. Aber auch hier gibt es oftmals bereits Anzeichen, diese sind für das ungeübte Auge schwieriger zu erkennen, aber man kann lernen sie zu lesen. Unabhängig vom Stresstyp muss man sich dann immer fragen, wie man damit umgeht diesen zu vermindern.

Individuelle Unterschiede
Wichtig ist es sein Pferd zu kennen. Wie ist zum Beispiel seine Mimik im Ruhezustand. Auch hier kann es Pferd bereits Schmerzzeichen zeigen. Und doch ist es wichtig seine spezifischen Ausdrucksdetails zu kennen. Hinzu kommt, dass es selten bis nie reine Gefühlzustände gibt. Meist findet man Kominationen aus verschiedenen Komponenten, wie zum Beispiel Neugier und Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, sich nicht nur an einem Merkmal wie die Ohren zu orientieren, sondern das Pferd und die Situation als Gesamtheit zu bewerten. Diese teils neuen Erkenntnisse lasse ich selbstverständlich auch in meinem Unterricht und mein Coaching einfliessen.

Ich wünsche euch viel Spass beim Beobachten eurer Pferde und wenn sich die Gelegenheit ergibt empfehle ich euch sehr, an eine Vortrag, Theorie- oder Praxiskurs von Marlitt Wendt zu gehen.

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