Longieren mit Körpersprache - Die Anfänge

Schon vor einiger Zeit hatte ich ein kleines Fotoshooting auf dem Reitplatz zum Thema Longieren. Ich hatte das Gefühl es lief ganz gut, doch als ich dann die Fotos sah war ich sehr verwirrt. Ich sahein Pferd, dass sich aus biomechanischer Sicht nicht optimal bewegte und vor allem keine Freude daran hatte. Ich versuchte es mir durch die Ausrede "Momentaufnahme" schön zu reden. Aber tief in mirwusste ich, dass etwas ändern musste. Ich hätte nun auch anfangen können das Longieren zu Clickern. Dies hätte eventuell eine positive Verknüpfung gebracht. Aber empfand das eher als Flickwerk. Ichwollte eine eigenständige Lösung. Und diese fand ich schliesslich in der Freiarbeit bzw. dem Longieren mit Körpersprache. 


Loslassen
Das schwierigste beim freien Longieren ist wohl das Loslassen. Nicht am Pferd ziehen, manipulieren. Es frei entscheiden lassen und bei sich selber dann nach Ansätzen suchen eine Verbindung aufzubauen. Genau so wenig wie man Liebe erzwingen kann, so kann man auch eine wahre Kommunikation und Verbindung nicht erzwingen. Jedenfalls nicht, wenn sie echt sein soll. 

Körpersprache
So vieles kann man als Körpersprache bezeichnen. Ich möchte diese so gestalten, dass das Pferd sie möglichst leicht versteht. Daher orientiere ich mich an ihrer natürlichen Körpersprache. Ich mache mir aber keine Illusionen, dass das Pferd mich nicht als Pferd ansieht. Weder Druck, noch Futterlob soll dem Pferd meine Sprache beibringen. Es soll eine natürliche Kommunikation entstehen. Dazu gehört es auch, dass das Pferd Nein sagen darf. Das Ziel ist es, das Mensch und Pferd Harmonie finden und das erlernte sich unabhängig von Hilfsmitteln festigt.

Geduld
Dies ist von grösserter Bedeutung: wir müssen Geduld haben. Mit uns selber und mit unserem Pferd. Dies klingt einfach, ist es aber nicht immer. 
In meinem neuen Video zeige ich die Anfänge vom Longieren mit Körpersprache von mir und meinem Pferd. Es ist kein Lehrvideo, das gezeigte ist nicht perfekt. Aber ich übe mich in Geduld. Ich bin bemüht meine Körpersprache weiter zu verbessern und dadurch einen positiven Einfluss auf mein Pferd ausüben zu können, Dafür empfehle ich euch experimentell zu sein. Probiert euch aus, eure Körperbewegungen, den Fokus, eure Energie und die Positionen zum Pferd. Filmt euch von Zeit zu Zeit auch mal selber um zu sehen, was ihr durch das Gefühl nicht immer realistisch wahrnehmen könnt.

Ausrüstung
Für das Longieren mit Körpersprache nutze ich ein normales Stallhalfter, dass im Vergleich zu anderen Zäumungen sehr weich ist und wenig einschränkt. Dazu eine normale Longe und, falls gewünscht, eine Fahrpeitsche oder Dressurgerte als Verlängerung des Armes. Wenn du die Körpersprache für die Freiarbeit nutzt, brauchst du diese Hilfsmittel natürlich nicht.


Wenn du bemerkst, dass dein Pferd  sich mit dem Kappzaumlongieren unwohl fühlt, du an einem Punkt nicht weiterzukommen scheinst oder mal etwas neues ausprobieren möchtest, dann probiere doch einfach mal deinem Pferd mehr Raum und Zeit zu lassen. Ich freue mich  über deine Erfahrungen dazu.

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