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Gewohnheiten ändern

Es ist mit das Schwierigste, mit dem wir uns als Mensch befassen müssen. Gewohnheiten zu ändern, kann eine grosse Herausforderung sein. Natürlich sind nicht alle Gewohnheiten etwas Schlechtes. Aber im Laufe des Lebens können wir uns doch einiges angewöhnen, was uns nicht gut tut. Heute möchte ich dir über meinen Weg berichten, wie ich versuche mit schädlichen Gewohnheiten zu brechen.

 

Über die letzten Jahre hatte ich mir angewöhnt, mich am Morgen zu wenig um mich selber zu kümmern. Der Griff zum Handy ist schnell gemacht und in sozialen Medien kann man sich so wunderbar ablenken lassen. Sie bieten natürlich auch tolle Inspirationen. Aber sind wir ehrlich zu uns selber, sind sie doch oftmals in erster Linie eine Ablenkung. Immer, wenn ich mal ein paar Tage frei hatte fiel es mir auf. Dann versuchte ich den Umgang damit zu ändern, bis ich im Alltag wieder in den gewohnten Trott zurück fiel. Aber es kam der Tag, an dem ich es wirklich dauerhaft ändern wollte. Denn ich wollte entspannter in den Tag starten. Dies vielleicht mit Übungen, die Körper und Seele gut tun. Aber zumindest auf eine Art entschleunigt.

 

Zu Beginn finde ich es erst einmal wichtig zu erkennen, was für Angewohnheiten einem selber nicht gut tun. Das ist für jedem Mensches sicherlich etwas anders und kann auf verschiedene Lebensbereiche analysiert werden. Und dann, bevor man sich zu sehr darüber ärgert, sollte man diese Angewohnheiten wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Der menschliche Organismus, wie bei anderen Lebewesen auch, ärgert sich ungern. Denn dies bedeutet Stress und Stress ist nicht gut für die Gesundheit. So kann es passieren, dass wenn man sich über seine Gewohnheit ausschliesslich ärgert, das Gehirn versucht dies zu vermeiden. Und dies durch Verdrängung. Verdrängung? Ja, das ist es dann wohl auch, was uns wieder in alte Muster zurückfallen lässt. Lieber nicht weiter darüber nachdenken und alles so belassen wie es war. Bis zu dem Punkt, an dem wir uns wieder darüber ärgern. Merkst du, was hier passiert? Es ist ein Kreislauf, der eine sinnvolle Veränderung verhindert. Auch mit Pferden gibt es solche Angewohnheiten. Sei es, dass man doch wieder im Stress zum Stall fährt, oder aufgrund eines Verhaltens ungeduldig mit dem Pferd wird. Aber im Jiyuma-Baustein I geht es in erster Linie um einen selber. Denn wie es uns geht, hat meist unmittelbar auch einen Einfluss auf unser Pferd. Wir mögen uns selber schliesslich auch lieber, wenn es uns innerlich gut geht.

 

Hier mein Tipp für dich, um mit ungewollten Angewohnheiten zu brechen:

  1. Angewohnheit identifizieren, die dir nicht gut tut.
  2. Die Angewohnheit wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
  3. Herausfinden, was dir stattdessen gut tun würde (Bsp. Achtsamkeitsübung statt soziale Medien am Morgen)
  4. Den Alltag Schrittweise entsprechend umstellen.
  5. Wenn du in gewohntes zurück fällst, dies bemerken und anpassen.
  6. Habe Geduld! Eine Gewohnheit ändert man nicht von heute auf morgen. Es braucht ca. 2 Monate, bis sie zur Routine wird (Artikel dazu)
  7. Aber schiebe es nicht auf, beginne heute damit. Lieber heute einen kleinen Schritt, als diesen aufschieben.
  8. Du darfst auch mal einen Tag aussetzen. Ab 2-3 Tagen wird es aber kritisch, dass du wieder ganz ins alte Muster zurück fällst.

Was meine morgendliche Routine angeht kann ich bereits jetzt sagen, dass es so viel besser beworden ist. Ich versuche auf meine innere Stimme zu hören und den Abläuf nach Bedarf zu variieren. So kann es erst einmal wichtig sein, ein grosses Glas Wasser zu trinken. An manchen Tagen mache ich kurze Achtsamkeitsübungen, an anderen meditiere ich. Die neue Gewohnheit soll sich gut anfühlen, daher höre auf deine innere Stimme.

 

Hier noch ein Beispiel von mir aus dem Sein mit Pferden. Aktuell gewöhne ich mir an, mein Pferd nur noch bei seinem ganzen Namen und nicht mehr beim Spitznamen zu nennen. Denn wie ich herausgefunden habe, mag er die Kurzform weniger gern. Ich ertappe mich immer noch dabei, wie ich es falsch sage. Doch bald sollte es sich etabliert haben. Es gibt auch noch anderes, was ich mit dem Pferd anpasse. Aber darüber berichte ich dann gerne ein anderes Mal.

 

Ich wünsche dir, dass auch du mit unnötigen und vielleicht sogar schädlichen Angewohnheiten brechen kannst.

Achtsamkeit lässt uns Momente anders wahrnehmen
Achtsamkeit lässt uns Momente anders wahrnehmen

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Kristina Gau Hiltbrunner

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