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Siehst du das Pferd, oder das Problem?

Vor einiger Zeit schaut ich mir mit einer Kollegin ein Pferd an. Sie hatte mich um meine Meinung zu dem Fall gebeten. Die kleine schwarze Stute heisst Phönix und bringt so einige Baustellen mit sich. Diese zeigen sich in ihrem schwierigen Körperbau und der Psychen.  Ich schaute mir also das Pferd mit seinen Schwierigkeiten an und hatte hier und da noch ein paar neue Ansätze und Informationen.

 

Kurz bevor wir uns veranschiedeten und noch einmal über die kommenden Ziele mit dem Pferd sprachen musste ich noch eines loswerden. Denn natürlich, es war die ganze Stunde um das Pferd und sein Wohlergehen gegangen. Aber wir dürfen die Freude an ihr nicht vernachlässigen. Denn sie ist noch so viel mehr, als ein schwieriger Körperbau und ein Wesen, dass sich aktuell im Training viel ärgert. Die Probleme zu sehen ist wichtig. Aber müssen auch das Pferd sehen, nicht nur die Trainingsziele!

 

Je mehr man zum Beispiel über die Biomechanik lernen, desto mehr kann man sich im Detail verlieren. Klar, wenn ein Rücken nicht tragfähig ist, dann wird nicht geritten. Wenn man ein Trainingsziel für das Pferd erarbeitet hat und vielleicht sogar einen konkreten Trainingsplan, dann ist das ein wichtiger Schritt. Diesen behalten wir im Hinterkopf und orientieren uns daran. Doch das Training, wie auch einzelne Lektionen, ersetzen keine tief empfundene Freude während dem Zusammensein mit dem Pferd. Die Freude von Mensch und Pferd muss das oberste Ziel sein! Diese bringt die nötige Leichtigkeit mit sich, selbst wenn an einem Tag vieles schwierig erscheint. Denn wenn unsere Freude im Mittelpunkt steht, dann können wir unseren Tagesplan wunderbar anpassen und weder beim Menschen noch beim Pferd entsteht Frust.

 

Wie du aktiv Leichtigkeit fördern kannst, obwohl vieles schwer erscheint, werde ich dir ein anderes Mal berichten. Schau dafür gerne wieder vorbei, oder abonniere meinen kostenlosen Newsletter.